Vereinsgründung

29. November 1913:

Neugründung des Gesangvereins mit 25 Mitgliedern im Gasthaus zum „Neckartal“.

Die Erklärung für die im Grunde genommen späte Vereinsgründung lag darin, dass in Diedesheim ein Kriegerverein existierte, der ebenfalls eine Gesangsabteilung unterhielt. Dieser Kriegerverein ließ allerdings nur Mitglieder zu, die aktiv gedient hatten. Die meisten Sänger des Kriegervereins schlossen sich dem neu gegründeten Gesangverein an. Die Gesangsabteilung des Kriegervereins wurde daraufhin aufgelöst.

Die ersten Funktionäre des Gesangvereins waren:

1 . Vorsitzender: Clemens Knapp
2 . Vorsitzender: Jakob Leutz
Kassierer: August Riedinger
Schriftführer: Philipp Golderer
Beisitzer: Jakob Rack (sen.) und Ludwig Weiß

Clemens Knapp übte sein Amt 30 Jahre lang bis Ende 1943 aus. Die Chorleitung übernahm Hauptlehrer Max Braun, der vorschlug, den neu gegründeten Verein „Sängerlust“ zu nennen.

06. Dezember 1913:

Erste Chorprobe im Gasthaus „Neckartal“. Zukünftige Singstunden sollten in einem Schulsaal stattfinden.

Die ersten Vereinsjahre und der erste Weltkrieg

im Jahr 1914:

Erste erfolgreiche Teilnahme an einem Wertungssingen (Altrip/Pfalz) mit 52 Sängern.

1914-1918
Erster Weltkrieg
:

Die Chorarbeit wurde erheblich eingeschränkt. Am Ende des Krieges waren 17 Mitglieder gefallen, 3 verstorben und mehrere Sängerkameraden vermisst.

18. Januar 1918:

Erste Generalversammlung nach dem Kriege im Gasthaus „Zum Schiff“. Alle Vorstandsmitglieder aus der Gründungsversammlung hatten die Kriegswirren überstanden und wurden auf dieser Versammlung in ihren Ämtern bestätigt.

Im Jahr 1921:

Als Vereinslokal und Treffpunkt für die Chorproben wurde das Gasthaus „Krone“ gewählt.

14.-16. Juni.1924:

Festakt zur Fahnenweihe MGV-Sängerlust

Die Jahre bis zum Ende des zweiten Weltkrieges

11 .Februar 1934:

Im Sitzungsprotokoll steht beispielsweise zu lesen, dass der erste Vorsitzende Clemens Knapp die Aufgabe hatte, den Sängern das neue „Gleichschaltungsgesetz“ zu erklären. Der Vorstand nannte sich ab sofort 1. Führer und wurde nicht mehr gewählt, sondern von den Mitgliedern ernannt. Dieser 1. Führer benannte dann auch ohne Wahl seine Vorstandsmitglieder.

1939-1945
Zweiter Weltkrieg :

Die Vereinsaktivitäten wurden stark reduziert. Ab April 1942 sind keine Vereinstätigkeiten mehr protokolliert.

Neubeginn nach dem Krieg

21.Februar 1948:

Die erste Generalversammlung nach dem Krieg fand im Vereinslokal „Krone“ statt.
Es war die Wahl eines neuen Vorstandes erforderlich mit folgendem Ergebnis:

1. Vorsitzender: Wilhelm Weber,
2. Vorsitzender: Wilhelm Brauch,
Kassierer: H. Reich,
Schriftführer: Blasius Heinrich,

Die Chorleitung übernahm Hauptlehrer Otto Scheurich. Die Singstunden wurden in der Volksschule mit Begleitung auf dem Harmonium abgehalten. Liedermaterial und Notenblätter waren Mangelware, da während des Krieges die Notenblätter als Schreibpapier für die Schüler verwendet wurden.

15. Juni 1953:

Der MGV Sängerlust feiert  sein 40jähriges Vereinsjubiläum. Zur Feier des Festaktes gab es einen Festumzug durch Diedesheim.

6. Juli 1963:

Der MGV Sängerlust feiert  sein 50jähriges Vereinsjubiläum.

Die „goldenen Jahre“ der Sängerlust.

Im Jahr 1973

Der MGV Sängerlust feiert  sein 60jähriges Vereinsjubiläum.

23.April 1983

Der MGV Sängerlust feiert sein 70jähriges Vereinsjubiläum.

Im Jahr 1988

Der MGV Sängerlust feiert sein 75jähriges Vereinsjubiläum..

03.April 1993

Der MGV Sängerlust feiert sein 80jähriges Vereinsjubiläum..

Nach den entbehrungsreichen Jahren war das Verlangen nach gesanglicher und musikalischer Unterhaltung in der Bevölkerung groß. Die „Sängerlust“ wurde diesen Bedürfnissen, die weit über die Aufgaben eines Gesangvereins hinausgingen, durch ein sehr aufwendiges Programmangebot gerecht. Neben den gesanglichen Darbietungen und Auftritten bei den verschiedensten Anlässen wurden in den 50iger und 60iger Jahren alljährlich Theaterstücke und sogar Operettenaufführungen im Kronensaal einem begeisterten Publikum dargeboten. Bunte Abende mit Verlosungen, Familienabende und Tanzveranstaltungen ergänzten das anspruchsvolle Programm des Vereins. Einen Höhepunkt in diesen vielfältigen Aktivitäten des Vereins bildete die Aufführung der Operette „Zum weißen Rössel“ unter der Leitung von Hauptlehrer Schönig. Auf Initiative des damaligen ersten Vorstandes Wilhelm Weber wurde sogar ein vereinseigenes Orchester gegründet. Viele der Aufführungen wurden wegen der großen Nachfrage oft auch in anderen Kreisgemeinden wiederholt.

Bernhard Neureither und Peter Beck

In dieser sehr aktiven Zeit der „Sängerlust“ war wegen dienstlicher Versetzungen und beruflicher Überlastung ein häufiger Dirigentenwechsel erforderlich. So wurde die „Sängerlust“ seit dem Neuanfang 1948 bis zur Übernahme der Chorleitung durch Bernhard Neureither im Jahre 1960 von vier verschiedenen Dirigenten gesanglich geführt. Mit der Übernahme des Amtes des ersten Vorsitzenden durch Peter Beck (1981) und der Chorleitung durch Bernhard Neureither hatte der Chor eine stabile Vereinsführung. Die so erhaltene Kontinuität tat dem Verein gut und die erfolgreichen Veranstaltungen der 50er und 60er Jahre wurden fortgesetzt.

Turbulente Jahre

26. April 2003

Der MGV Sängerlust feiert heute sein 90jähriges Vereinsjubiläum.

07. September 2014

Der 1. Vorsitzende Peter Beck verstarb nach einer langen schweren Erkrankung. Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung übernahm der bisherige 2. Vorsitzende Dr. Bernd Putze die Aufgaben des Verstorbenen.

27. Februar 2015:

Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Vereinsvorstands.

1. Vorsitzender: Dr. Dieter Sommer,
2. Vorsitzender: Dr. Bernd Putze,
Kassierer: Otto Schwab
Schriftführer: Rainer Schwaikert

Bernhard Neureither gab nach 56 Jahren die Chorleitung an Frau Ana Zdrobau/ Weinberger ab.

Im Jahr 2016:

Axel Lang übernahm vertretungsweise die Chorleitung von Ana Weinberger, Schriftführer Rainer Schweikert verstarb, seine Aufgaben wurden von Hans-Joachim Braun übernommen.

Im Jahr 2017:

Ausscheiden von Ana Weinberger aus beruflichen Gründen und Übernahme der Chorleitung durch Axel Lang. Unser 2. Vorsitzender Dr. Bernd Putze konnte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht mehr weiterführen; seine Aufgaben wurden von Klaus Brauch übernommen.